Nach unserem Aufenthalt in Koforidua gibt es ein Novum. Das allererste Mal haben wir nämlich … mal 2 Tage lang gar nichts zu tun. Wir nutzen die Zeit um einmal mit Yam, einer riesigen Speiseknolle, die es hier an jeder Straßenecke zu kaufen gibt, herum zu experimentieren und herauszufinden, ob es dieselben Eigenschaften wie Kartoffeln besitzt. Tatsächlich sind unsere Yampuffer, Yamfrites und Bratyams weit mehr als nur essbar und mit dem in einer hinteren Ecke eines Ladens gefundenen Heinz-Tomatenketchup eine sehr geile Abwechslung zu „Rice and Stu“, das wir sonst die meiste Zeit über essen.
Am Dienstag haben Dennis und Lea ihren offiziell ersten Arbeitstag. Da der Unterricht an meiner Schule, der German-Ghanaian-School, offiziell erst am 19. September beginnt, nutze ich die restlichen verbleibenden Tage um mit Jessica zur Küste zu fahren und ein paar Tage Strandurlaub in der Green Turtle Lodge zu machen. Die Green Turtle Lodge ist auf der einen Seite ein Naturschutzprojekt, welches sich um den Schutz und die Arterhaltung der Meeresschildkröten kümmert und auf der anderen Seite ein bei allen Volunteers Ghanas berühmt berüchtigte Urlaubsabsteige. Die siebenstündige Trotrofahrt nach Takoradi kommt mir mittlerweile erstaunlich kurz vor und lässt sich ziemlich leicht absitzen. Wenn ich hier schon irgendetwas gelernt habe, dann geduldig zu sein. Egal ob wegen den langen Wartezeiten, Fahrzeiten oder den unendlich langen Ladezeiten im Internet, Ghana zwingt einen zur Geduld. Die Trotrofahrten werden auch deswegen erträglicher, weil es in jeder Stadt möglich ist, etwas zu Essen oder zu Trinken zu kaufen. Sobald der Bus steht, laufen Verkäufer, die Waren in Körben auf ihren Köpfen, an die Fenster der Busse und man kann sich mit allen möglichen Nahrungsmitteln versorgen. Von Takoradi aus fahren wir noch 45 Minuten im Taxi auf einer zerfurchten Huggelpiste, die den Ausdruck Trampelpfad bei weitem nicht verdient hat und erreichen schließlich den wohl schönsten Ort, den ich je zu Gesicht bekommen hab. Die Lodge besteht aus mehreren, verschieden großen Hütten und liegt direkt an einem weißen, fast menschenleeren Strand. Die Strandbar ist aus einem alten Schiff gefertigt und liegt tatsächlich mitten im Sand. Alte Kanus wurden zu Bänken ummodeliert und zwischen den massigen Kokospalmen hängen Hängematten. Leider spielt das Wetter nur teilweise mit, was aber auch nicht allzu schlimm ist: Immer wenn es regnet hat die Bar Happy Hour. Am nächsten Tag besuchen wir ein in der Nähe gelegenes Fischerdorf. Wie üblich bei dem Besuch eines kleineren Dorfes rennt uns ein Haufen lachender Kinder entgegen und begleitet uns vollständig bei unserem Dorfbesuch. Auf dem Dorfplatz spielen ein paar Jungs Fußball. Und was entdecke ich hier am meist abgelegenen Ort, den ich je besucht hab, wo Strom und fließendes Wasser Fremdwörter sind? Einen Jungen im 1860-Trikot. Offensichtlich hat die Nummer 1 in München auch in den letzten Ecken Ghanas viele Fans. In der Lodge gibt es ebenfalls das beste Essen, dass ich in Ghana bisher gegessen hab und so bin nicht allzu glücklich, als ich nach 3 Tagen wieder zurückfahren muss. Aber allzu schlimm fällt der Abschied dann doch nicht aus, weil ich schon fest beschlossen hab hier noch einmal herzufahren. Die Rückreise bestreite ich diesmal nur in Begleitung von ein paar Holländern, die zufällig den gleichen Weg haben wie ich, Jessica fliegt zurück nach Deutschland. Am Montag haben Sabine und ich unseren ersten Schultag an der GGS, allerdings gerät das erstmal in den Hintergrund. Dennis hat seit 3 Tagen unterschiedlich starke Fieberschübe und wir bringen ihn mit Malariaverdacht ins Krankenhaus. Allzu gut kommen wir hier allerdings nicht zurecht. Das Areal ist riesig und es tummeln sich hier gefühlt tausende Menschen mit unterschiedlichen Gesundheitsgraden. Nach einigem Herumirren finden wir eine Art Rezeption und erhalten die Information, dass Malariatests im Block C gemacht werden. Dort angekommen werden wir von einer entnervten Krankenschwester jedoch zurückgeschickt, da wir hier nur Tests gemacht werden, nachdem man einen Arzt besucht hat. Also zurück zur Rezeption, den vor sich hinstolpernden Dennis im Schlepptau. Die Rezeptionistin scheint sichtlich überrascht, dass das Ganze nicht geklappt hat und stellt uns vor die Wahl entweder in der Polyklinik eine ärztliche Untersuchung zu bekommen und im „Medi-Lab“ auf der anderen Straßenseite auf eigene Faust einen Test zu machen. Der sichtlich erschöpfte Dennis entscheidet sich für Letzteres. Nach 10 Cedi Bezahlung und 2 Stunden Wartezeit bekommen wir das Ergebnis: Negativ. Also fahren wir zurück nach Denchemouso und hoffen, dass das Fieber bald abklingt. Zuhause angekommen, begeben Sabine und ich uns auf die Suche nach der Lehrerversammlung. Der Direktor teilt uns jedoch mit, dass das offizielle Lehrertreffen erst am Freitag ist und bis dahin auch kein Unterricht stattfindet. Also noch ein paar Tage Urlaub für uns. Am nächsten Tag wird die Situation ein wenig ernster: Dennis´ Fieber steigt auf 40,5° und wir fahren wieder ins Krankenhaus. Dieses Mal gehen wir direkt zur Polyklinik, wo das ganze jedoch nicht unkomplizierter abläuft. Als neuer Patient muss sich Dennis erst eine Art Krankenausweis besorgen und setzt sich in die vorgesehene Schlange. Nach 2 Stunden Wartezeit sind wir fast an der Reihe, jedoch wird uns schlecht beim Anblick der etwa dreimal so langen Schlange der Leute, die auf eine ärztliche Behandlung warten. Nun treffen wir zum Glück auf ein paar andere Volunteers, die offenbar schon länger hier sind und uns raten beim Emergencyschalter einfach ein wenig Druck zu machen, damit Dennis als Notfall behandelt wird. Genau verstehen wir nicht, was nun passiert, allerdings bekommt Dennis nun tatsächlich einen Arzt zu Gesicht. Dieser teilt uns mit, dass die Malariatests nie hundertprozentig zuverlässig sind und seine Symptome eindeutig auf Malaria hinweisen. Darum wird ihm sofort ein Medikament per Tropf in die Vene gejagt. Nachdem ich in der hauseigenen Apotheke die im Vergleich zu deutschen Verhältnissen sehr billigen Medikamente besorgt hab, muss ich zusammen mit Dennis noch eine Ewigkeit warten, bis der Tropf leer getropft ist und wir nach 11 Stunden endlich das Krankenhaus verlassen können. Es ist bereits dunkel. Aufgrund mangelnder Beschäftigung fange ich am nächsten Tag an Twi, die Sprache der Ashantis, zu lernen und komme erstaunlich schnell voran. Aktuell verfüge ich über einen Wortschatz von circa 150 Wörtern und bin in der Lage Verben in 4 verschiedenen Zeiten zu konjugieren, Adjektive zu steigern und Nebensätze zu bilden. Mal schauen, was hieraus noch wird. Langweilig wird es auf dem Campus trotz fehlendem Unterricht jedoch nicht, da gerade ca. 200 Feuerwehrleute im Hostel campieren, um laut Eigenaussage Übungen zu machen, wovon ich jedoch nicht allzu viel mitbekomme. Stattdessen verbringen sie Tage mit durchgehendem Duschen und Waschen, weswegen der schuleigene Tank meistens leer ist und wir uns wieder mit Brunnengängen abplagen müssen. Am Donnerstag (22.09.2011) ist unsere nächste Radiodeutschlessonsession auf Mynd FM 105,1 angesagt, das angeblich in ganz Kumasi und Umgebung empfangen wird. Diesmal gehen nur Konrad und ich, da wir uns in drei Gruppen aufgeteilt haben. In gekonnter Manier lehren wir dem Millionenpublikum [ 😉 ] deutsche, direkte und indirekte Objektpronomen und präsentieren zwei Lieder: „Widerstand“ von Curse und „Nein Mann“ von Lasercraft. Dem Disjockey scheint unsere Liederauswahl zu gefallen und Konrad und ich sind uns im Nachhinein einig: Fürs Radiogeschäft sind wir bestens geeignet. Tagsdarauf ist dann tatsächlich das erste offizielle Stuffmeeting der GGS. Die Lehrer, abgesehen vom Direktor, erscheinen uns alle extrem jung. Unserer Einschätzung nach ist keiner über 30. Tatsächlich treffen wir hier auch unseren Discjockey, der anscheinend nebenher auch noch unterrichtet. Das Meeting ist locker, informativ, allerdings auch recht religiös. Es gibt Beginn- und Endgebet und zwischendurch werden bei manchen Gelegenheiten Bibelstellen zitiert. So wie es ausschaut, werde ich Deutsch und Mathe unterrichten. Wann der Unterricht aber losgehen wird, ist immer noch nicht klar, da der Stundenplan noch nicht fertig gestellt ist. Am Abend lernen wir noch ein paar andere Freiwillige aus Tanaso kennen und verbringen eine recht fetzige Nacht an verschiedenen Orten in Kumasi. Details bleiben besser im Dunkeln.

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Am Mittwoch den 31.08.2011 sind wir vier Praktikanten aus Denchemouso (Lea, Sabine, Dennis, Ich), Eva aus Tanaso, Sabrina und Jessica (um mal die ganze Horde beim Namen zu nennen) bei der Gastfamilie von Jakob und Konrad eingeladen. Das Haus der ziemlich wohlhabenden Familie ist beinahe eine Villa und voll gestopft mit Menschen. Es bleibt leider nicht ganz durchsichtig, wer jetzt wirklich zur Familie dazu gehört und wer nur grad zu Besuch ist. Allzu lange bleiben wir jedoch nicht, da es wider Erwarten nichts zu Essen gibt und unsere leeren Bäuche uns in das örtliche Bistro treiben. Am Abend versucht sich ein Teil von uns das erste Mal im ghanaischen Nachtleben. Der Taxifahrer zuckt mit keiner Wimper, als wir zu sechst in das winzige Taxi drängen. Zuerst geht es in eine Bar, in welcher ich das erste Mal seit meinem Fleischmarkttrauma wieder Fleisch anrühre, da es etwas zu Essen gibt, das einer Currywurst zum Verwechseln ähnlich sieht. Nachdem jedes Bier auf der Karte durchprobiert ist (Club, Star, Guinness), brechen wir Richtung Diskothek auf. Unseren Informationen nach soll dieser Club auch bei Touristen recht beliebt sein, wovon ich jedoch nicht allzu viel mitbekomme. Wir fühlen uns wie Salzkörner im Pfefferstreuer und werden auch dementsprechend neugierig behandelt. Gleich nach unserem Eintritt bildet sich eine Traube um uns und wir werden zu den Klängen von Hiphop und Hiplife regelrecht bedrängt. Vorallem auf die Mädchen hat es die männliche Meute abgesehen, da sich fast keine anderen Mädchen im Klub befinden. Für ein ghanaisches Mädchen ist es extrem verpönt sich in Clubs herumzutreiben und die wenigen weiblichen Wesen sind hier mehr oder weniger offensichtlich ausschließlich Prostituierte. Obwohl die allgemeine Stimmung recht gut ist, verbringen wir deshalb nicht allzu viel Zeit auf der Tanzfläche. Am nächsten Tag erfahren wir sehr spontan, dass wir jeden Donnerstag um 5 Uhr eine halbe Stunde Deutschunterricht im örtlichen Universitätsradio halten werden und heute der erste Termin ist. Der erste Versuch verläuft sehr unorganisiert. Nach einer holprigen Vorstellungsrunde mit dem Discjockey fangen wir mit ein paar Basics an. Konrad teilt der Allgemeinheit mit: „Tschüss means in german Auf Wiedersehen“. Wir spielen noch zwei mitgebrachte deutsche Songs und verlassen mehr oder weniger erleichtert den Aufnahmeraum mit dem festen Vorhaben, die nächste „Lesson“ besser durchzuplanen. Am nächsten Tag beginnen wir damit ein wenig das Land zu durchforsten und fahren in einem der extrem ungemütlichen Metrobusse Richtung Norden in das 7 Stunden entfernte Tamale. Schon auf der Fahrt wird sichtbar, dass Nord- und Südghana klimatisch wie kulturell recht unterschiedlich sind. Die bunten Wellblechhütten weichen zunehmend runden Lehmhütten, die Landschaft wird trockener und die vielen Kirchen werden von Moscheen ersetzt. Wir nutzen die erneute, lange Busfahrt dazu, auch den innerdeutschen Kulturaustausch nicht zu kurz kommen zu lassen. So wird gelehrt, dass der echte Bayer seinen Schnaps aus einem Stamperl trinkt und das Noagerl sein Mass (nicht „Maas“) nicht anrührt, während ein trödelnder Sachse „rummährt“ und ein stinkender Sachse „muchtet“. In Tamale angekommen werden wir von Malek, einem Freund Jessicas, abgeholt und finden Schlafplätze in den Polizeibaracken für 1,75€ pro Nacht und Nase. Nachdem wir uns von unserem Gepäck befreit haben, besuchen wir das Culture Center. Hier spielt sich ein großer Teil des gesellschaftlichen Lebens von Tamale ab. Es gibt Cafés, Jugendangebote und Künstler bieten in kleinen Hütten ihre Werke zum Verkauf an. Schnell haben wir den Maler mit den interessantesten (jedoch auch teuersten) Bildern gefunden und ich erstehe für 30€ ein surrealistisches Leinwandbild, dass Picasso selbst wohl nicht besser hinbekommen hätte. Die Augen des Künstlers und der Geruch in seinem Ausstellungsraum lassen jedoch den Verdacht zu, dass durch den höheren Preis diverse, kreativitätssteigernde Naturprodukte als Spesen mitfinanziert werden.

Am nächsten Tag reisen wir in wahnsinniger Frühe weiter nach Mole, einem riesigen Nationalpark. Zu Beginn der Reise gibt es im Bus einen großen Tumult. Die Ursache bleibt etwas im Dunkeln, wir vermuten, dass eine Frau die korrekte Nummerierung der Sitze anzweifelt und überzeugt ist, dass ihr ein Fensterplatz zusteht, was sie den Businsassen lautstark mitteilt. Immer mehr Menschen schalten sich in die Debatte ein und als die Frau sich schon längst ihrem Schicksal ergeben hat und am Gang sitzend in einer Zeitschrift blättert, hält es nach wie vor einige Mitfahrer nicht auf ihren Plätzen. Mit Höllenlautstärke und gesundheitsgefährdender Gestik streitet der halbe Bus über mittlerweile vollkommen andere Themen weiter. Wir machen uns einen Spaß das Ganze weiter anzufachen und mischen auf deutsch ordentlich mit. Der usfahrer lässt sich das ganze tatsächlich 30 Minuten gefallen, ehe er den Bus am Straßenrand abstellt und auf unmissverständliche Art mitteilt, dass er kein Problem damit hat die Streithähne im Nirgendwo aus dem Bus zu schmeißen. Die Fahrt geht durch weitgehend ungewohntes Gebiet und wir machen uns bereit schon unterwegs die ersten Giraffenhälse und Krokodilkiefer zu entdecken. Die einzigen Tiere die wir jedoch zu Gesicht bekommen: Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Hunde und Hühner. Die afrikanische Fauna haben wir uns ein wenig interessanter vorgestellt, nur die teils riesigen Termitenhügel wissen zu beeindrucken. Schnell kommen wir mit den einzigen anderen Weißen, zwei deutschen Studentinnen, ins Gespräch und verbringen mit ihnen auch die nächsten zwei Tage. Beim Hostel des Nationalparks angekommen wartet eine Überraschung. Eine riesige Wildsau hat sich mit ihren drei Ferkeln den Eingangsbereich des Mädchenzimmers als Schlafplatz ausgesucht und schnaubt uns gereizt an. Entschlossen und mit lautem Gebrüll stürzen sich die Jungs furchtlos auf die Wildtiere und jagen sie aus ihrem Versteck. Das war zumindest geplant, jedoch lassen wir uns davon überzeugen einen Parkwächter zur Hilfe zu holen, welcher die Tiere mit Zischlauten zurück ins Unterholz treibt. Am nächsten Morgen brechen wir mit einem Führer zu einer „Geh-safarie“ auf. Zu Gesicht bekommen wir einen Haufen Antilopen, ein paar Affen, weitere Wildschweine und zwei Elefanten. Da sich jedoch alles in unmittelbarer Umgebung der Zivilisation abspielt und die Elefanten am Ende sogar beinahe in das Dorf reinspazieren, mag sich ein echtes Wildlife-adventure-feeling jedoch nicht wirklich einstellen. Auf meine Nachfrage versichern mir sämtliche Parkmitarbeiter und Dorfbewohner, dass es auch Löwen in diesem Park gibt. Gesehen hat sie jedoch noch keiner der Befragten und auch keinem ist jemand bekannt, dem eine Sichtung geglückt ist. An der Löwenexistenz scheint jedoch trotzdem keiner zu zweifeln, schließlich habe man vor 10 Jahren einmal Löwenspuren entdeckt. Ein kompletter Reinfall ist der Parkbesuch jedoch trotzdem nicht, da ein Pool vorhanden ist, von dessen Rändern man eine unglaublich coole Aussicht auf den Park und ein Wasserloch hat, an welchem im Laufe des Tages auch die ein oder andere Elefantenfamilie zu sehen ist. Am nächsten Tag geht es in extremer Frühe wieder zurück nach Tamale. Der Busfahrer scheint es sehr eilig zu haben und die katastrophale Straßenqualität sorgt dafür, dass bei jedem Schlagloch ein Stöhnen durch die bandscheibenproblemgeplagten Passagiere geht. In Tamale bekommt Jessica plötzlich einige Malariasymptome und wird zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Obwohl das Ergebnis negativ ist, bleiben wir aus Solidarität auch auf dem Zimmer und verzichten auf das Fußballspiel Ghana vs. Brasilien. Dass es sich hier nur um ein Freundschaftsspiel und nicht um das WM-finale handelt, ist nur schwerlich zu erkennen. Unter unserem Zimmer sitzen in einem riesigen Raum hunderte Menschen und laute „Offside, Offside“-Rufe hallen durch die Straßen. In der Halbzeit stürzt Malek den Tränen nahe in das Zimmer und schimpft 15 Minuten lang lauthals über den Schiedsrichter, ehe er sich zurück ins Getümmel stürzt. Ghana verliert 0:1. Am Dienstag fahren wir vor Sonnenaufgang wieder zurück nach Kumasi. Die Stimmung ist sichtlich gedrückt, 5-maliges Aufstehen vor 6:00 Uhr macht sich in den Gemütern bemerkbar. Als wir wieder unsere Zimmer betreten, wird uns klar, dass wir das nächste Mal besser aufräumen sollten, bevor wir unser Zimmer längere Zeit verlassen. Ein auf dem Boden liegendes Brot wird von einer recht fortschrittlichen Pilzkultur bevölkert und die Ameisenstraßen treffen sich gut organisiert an zentralen Knotenpunkten und verlieren sich in den Ecken des Raumes. Nachdem alles aus dem Zimmer entfernt wurde, was keine Miete zahlt, wird um 5 Uhr nachmittags gepennt, der Schlafmangel machts möglich.
Am nächsten Morgen klopfen 2 Frauen an die Tür und fragen nach Fabian. Als wir ihnen mitteilen, dass Fabian schon vor 4 Wochen zurück nach Deutschland gefahren ist und wir ihn persönlich gar nicht kennen, ziehen die Frauen recht enttäuscht ab, jedoch nicht ohne uns ein paar Heftchen dazulassen mit der Ansage nächste Woche noch einmal zu kommen, damit man sich über den Inhalt der Zeitschriften unterhalten könne. Nach einem zweiten Blick auf den Titel der Zeitungen (Watch Tower) wird klar, dass es sich um Zeugen Jehovas gehandelt hat und wir können uns vermutlich auf wöchentliche Gäste freuen. Aus Langeweile blätter ich später tatsächlich in einem der Wachtürme und bin nun bestens informiert über Sinn, Zweck, Entstehung und Absichten des Teufels. Am Nachmittag fahre ich ins Stadtzentrum um mein Handy reparieren zu lassen. Tatsächlich finde ich jemanden, der sich dem Problem sofort annimmt und innerhalb von einer Stunde für 10 € die kaputten Knöpfe wieder zum Laufen bringt. Am Abend schaun wir zu acht noch den Film „The Ghost“ an, dessen Qualität eine Erwähnung eigentlich nicht im Mindesten rechtfertigt. Zum Glück schlafe ich vor der Hälfte ein und mir bleibt sehr viel Stumpfsinn erspart. Am Donnerstag geht es mit dem Trotro weiter Richtung Westen nach Koforidua. Mit Dschungel bewaldete und von Felsen zerklüftete Berge bilden die Landschaft und man fühlt sich eher an die Anden erinnert als an Afrika. Als erstes besuchen wir den berühmten Perlenmarkt, auf welchem es Perlen, Ketten und Perlenketten in allen erdenklichen Farben, Mustern und Größen zu kaufen gibt. Wir kommen mit einer Frau ins Gespräch, die Ketten für ein Projekt für allein erziehende Mütter verkauft und versprechen am nächsten Tag das Projekt zu besuchen. Auf der Suche nach etwas zu Essen finden wir tatsächlich ein Fastfoodrestaurant und stopfen uns, froh mal was anderes als Reis und Weißbrot zu sehen, mit Burgern und Pommes voll. Den Abend verbringen wir in einer Bar.
Am nächsten Tag chartern wir für 60 Cedis zwei Taxis und fahren zu in der Umgebung liegenden Sehenswürdigkeiten. Zuerst kraxeln wir einen extrem steilen, von riesen Tausendfüßlern bewachten Berg empor um an der Spitze die Aussicht und eine berühmte 3-läufige Palme anzuschauen. Anschließend geht´s den Berg wieder runter und zu einem sehr großen Wasserfall. Hier treffen wir unsere beiden Taxifahrer wieder, deren rubinrote Augen und seelige Grinsen uns verraten, dass sie eine Möglichkeit gefunden haben sich die Zeit zu vertreiben. Mit etwas mulmigen Gefühl besteigen wir die Taxis, doch schaffen es die Fahrer ihre Wägen auf der Straße zu halten. Nach dem Besuch des besagten Perlenprojektes geht es zurück nach Koforidua. Dort angekommen verlangen die Taxifahrer plötzlich 20 Cedi mehr, da der Ausflug länger gedauert hat, als angeblich ausgemacht war. Als wir sie daran erinnern, dass sie die meiste Zeit eh nichts zu tun hatten und ganz offensichtlich Graß geraucht haben, entgegnen sie ohne jede Verlegenheit, dass das ihre Sache sei und wir ja schließlich ohne Unfall zurück gekommen seien. Wir einigen uns auf einen 10 Cedi Aufschlag, da sich die Taxifahrer in der Diskussion sehr ausdauernd zeigen. Am nächsten Tag bringen wir in Erfahrung, was es in Ghana für Nachteile hat einen Schlafraum neben einer Kirche zu haben. Ab 5:00 Uhr in der Früh erfreuen uns die ansässigen Adventisten mit vielstimmigen und lautstarken Gesängen. Als ich das nächste Mal auf die Uhr schaue, ist es 9:00 Uhr und die Gesänge sind nicht im Geringsten abgeflaut. In einem Trotro geht es wieder nach Kumasi und anschließend nach Denchemouso. Die Frau von Mr. Ado, dem Besitzer des „Schulkiosks“, begrüßt uns mit einem „Welcome home“. Daran werden wir uns wohl auch erst noch gewöhnen müssen.

 

 

 

Tja nun bin ich tatsächlich seit 3 Tagen in Ghana und lebe immer noch. Um 4 Uhr in der Früh gings am Samstag los zum Flughafen Richtung Ungewissheit. Durch Schlafmangel bedingt realisier ich in diesem Zeitpunkt nicht im Mindesten, dass ich mich gleich für 6 Monate von München verabschieden muss. Uns neun führt unsere Reise zuerst nach Istanbul. Hier fällt mir auf, dass ich meinen blaukarierten Pulli in München am Flughafen gelassen hab, ein Teil von mir ist also da geblieben. In einem weitaus geräumigeren Flugzeug geht es weiter nach Lagos (Nigeria). Waren vorher 98% der Passagiere keine Afrikaner, haben sich jetzt die Verhältnisse umgekehrt. Nun wird das erste Mal Kontakt zu der neuen Kultur aufgenommen. Fast jeder Afrikaner, neben dem ich eine Weile zur Ruhe komme, begrüßt mich mit einem herzlichen „You`re welcome“ und fragt mich mit ehrlichem Interesse über meine Herkunft und meinen Aufenthalt in Afrika aus. Die weiße Minderheit ist sich auch als solche bewusst. Irgendwann klopft mir einer weißer Rastamann auf die Schulter und verlangt nach meiner E-mailaddressse. Man sei ja beide deutsch und könne ja mal zusammen in Ghana rumreisen. Also Rastamann, meld dich mal, wenn du das liest. In Lagos nun leert sich dass 700 Personen Flugzeug bis auf 50 Passagiere. Es wird fast schon persönlich, man kann die Stewdess von den Vorteilen eines Schokobonbon-Pflaumentausches überzeugen. Wir erreichen Accra, die Hauptstadt von Ghana, um 20:30 Ortszeit und sind nun seit 18 Stunden unterwegs. Der erste Eindruck vom ghanaischen Wetter: Es pisst und ist sackschwül. Bei der Einreisekontrolle fängt Konrad an nervös zu werden. Er hat den Nachweis über seine für die Einreise vorgeschriebene Gelbfieberimpfung vergessen. Doch glücklicherweise ist die zuständige Dame zu sehr damit beschäftigt schlecht drauf zu sein und in einer unbekannten Sprache die Funktionsweise des elektronischen Fingerabdruckgeräts zu erklären. Vor dem Flughafen werden wir von Keykey, dem Sohn des Organisationsvorsitzenden Albert Osei-Wusu, und Sabrina, einer beinahe Expraktikantin, abgeholt. Auf der Taxifahrt zum Volu Headquarter, wo wir die erste Nacht verbringen werden, kommt man noch ein wenig mehr mit der ghanaischen Lebensweise in Berührung. Nach 5 Minuten wird mir klar, dass meine Suche nach einem Gurt zwecklos ist. Das Taxi hat unterwegs ein Problem mit dem Motor und muss kurz in einer Tankstelle gewartet werden. In einer dunklen Seitenstraße hält uns ein in Militärklamotten gekleideter Polizist auf, brummt einige extrem unwirsche Worte ins Cockpit und leuchtet mit seiner Stabtaschenlampe energisch auf die Rückbank, als seien wir das seit Monaten gesuchte Terroristentrio. Nachdem der Taxifahrer ihm jedoch einen lilanen Schein in die Hand gedrückt hat, fällt dem Polizist auf, dass er sich getäuscht hat und wir dürfen weiterfahren. Die Unterkunft bei Volu ist etwas spartanisch, was aber nach der langen Reise keinen so wirklich interessiert, in die Waschräume traut sich jedoch trotzdem keiner. Die ganze Nacht sind aus der Ferne verschiedene Reggaetunes zu hören. Am nächsten Morgen begegnet mir Accra das erste Mal im Hellen und zeigt sich von seiner nicht allzu besten Seite. Die Armut ist nicht zu übersehen. Die Straßen sind mit Müll übersät, in dem Hühner und Ziegen nach Essensresten suchen. Die Luft ist vom Sauerstoff befreit und setzt sich aus einem sehr strengen Abwasser-Abgas-Gemisch zusammen. Auf unserem Weg zum Busbahnhof sehen wir einen halb verwesten Hundekadaver. So scheint es zumindest zuerst, doch hebt dieser kurz den Kopf und schaut uns mit seinen leeren Augen an, ehe er sich wieder dem Sterben widmet. Wir gönnen uns Plätze in einer Art V.I.P. Bus, der uns nach 2 Stunden Wartezeit innerhalb von 6 Stunden, für umgerechnet 7€ nach Kumasi bringt. Die Sessel [sic!] sind aus rotem Kunstleder und bestens zum Schlafen geeignet. Nach nicht langer Zeit wach ich jedoch von lautem Menschengeschrei auf und erkenne nach einiger Verwirrung, dass sich der Fernseher in Betrieb gesetzt hat und  bei voller Lautstärke ein Film gezeigt wird. Dass ich den Lautsprecher über meinem Kopf ausschalten kann, finde ich leider erst 2 Stunden später heraus und so komme ich in den Genuss von „Straight to your heart“ Teil 1-3, etwa zu vergleichen mit einer Art GZSZ auf Spielfilmlänge. Nicht zu empfehlen… Das Afrika, das nun am Fenster vorbeizieht, gefällt mir um einiges besser. Zu sehen sind tropische Wälder, durchzogen von Dörfern und Siedlungen. Die Straßenqualität jedoch sorgt dafür, dass die Busreise eine „Wilde Maus“-fahrt auf der Wiesn um Längen schlägt. Von Kumasi aus geht es in Taxis Richtung Endstation, dem Hostel der German-Ghanaian School in Denchemouso. Das Zimmer ist tatsächlich sehr geräumig und gemütlich eingerichtet. Nach kurzer Inspizierung wird sich auf die Suche nach etwas zu Essen begeben. Wir landen in einer Art riesigem Bistro, in welchem bei Musik in ohrenzerfetzender Lautstärke zwei Gerichte serviert werden. Fufu mit Fleisch und Fufu ohne Fleisch. Da das „Fleisch“ nicht exakt identifizierbar bleibt, wird sich kollektiv für das Erstere entschieden und wir bezahlen für eine magenfüllende Portion jeder einen Cedi (ca. 50 Cent).  Fufu ist das Nationalgericht schlechthin und wird aus gestampfter Kochbanane und Maniok hergestellt. Heraus kommt eine fast geschmacklose Masse, mit etwas gewöhnugsbedürftiger  Konsistenz (Kaugummi-Brei-Sahne). Serviert wird das ganze mit verschiedenen Soßen, die das ganze dann doch zu einem echten Geschmackserlebnis werden lassen. Nach etwa der Hälfte hat die Schärfe jedoch dafür gesorgt, dass mir das Wasser auf der Stirn steht und mir aus der Nase läuft. Da mir jedoch ein Blick nach links und rechts verrät, dass es nur mir so geht, schnäuze ich mich und lasse mir nichts anmerken. Danach geht es mehr oder weniger straight ins Bett, man war schließlich zwei Tage und Nächte fast durchgehend unterwegs. Am nächsten Tag erfahren wir, dass die solarbetriebene Wasserpumpe bedingt durch fehlende Sonneneinstrahlung ausgefallen ist und wir uns vorerst mit Wasser aus dem Brunnen begnügen müssen. Dass klingt zwar erst bischen doof, aber wer kann schon von sich behaupten, dass er sein Klospülwasser einmal selbst aus dem Brunnen gezogen hat? Nach dem frisch eingekauften Frühstück besuchen wir den großen Markt von Kumasi, ein gefühlte tausend Hektar großes Meer an Ständen aus Holz und Wellblech. Nach etwa einer Stunde schließe ich mich der Meinung an, dass kein Gegenstand existiert, den man auf diesem Markt nach längerer Suchzeit nicht findet. Schmuck, Klamotten, Stoffe, Gewürze, Süßigkeiten, Macheten, Radiowecker, Handys, Kommoden, Fahrradersatzteile, Zuckergussgeburtstagstorten, es gibt einfach alles. Mit kindlicher Freude rate ich, was sich wohl hinter der nächsten Ecke verbirgt, doch ich liege immer falsch. Plötzlich wird der Geruch ein wenig strenger und ich erfahre, dass wir uns in Richtung Fleischmarkt bewegen. Ich bin mir sehr sicher, dass dieser Fleischmarkt von der weltweiten Vegetarierlobby als Bekehrungsmaschiene eingesetzt wird. Tatsächlich habe ich als großer Fleischesser seit dieser Begegnung keinen Brocken Fleisch mehr angerührt. Der Bereich ist vollkommen abgedeckt und heraus kommt ein fast stockdunkles, unglaublich stickiges Gruselkabinett. Ich habe Dinge gesehen, die ich vielleicht in einem Älienhardcoresplattterfilm erwartet hätte, aber mit Sicherheit nicht im Inneren eines irdischen Tieres… Der Attraktionsstatus, den wir bei Afrikanern wie Weißen (also eigentlich allen) haben, bleibt uns erhalten und wird uns wohl auch die nächsten sechs Monate über erhalten bleiben. Viele Händler strecken uns ihre Hände entgegen, begrüßen uns und fragen freundlich und offen, wo wir denn herkommen. Die einzige weiße Frau hingegen, die wir auf dem Markt an diesem Tag treffen, begrüßt uns schon von weitem mit einer Selbstverständlichkeit, als sei man seit Jahren Bekannte. Als mich jedoch eine noch recht junge Frau am Arm packt und mir ihr 5-jahre altes Kind mit den Worten „Take him with you, please“ entgegenschupst, wird mir ein wenig mulmig und mir fällt wieder ein, dass ich mich trotz des lustigen Treibens immer noch in einem ziemlich armen Land befinde. Nachdem Jessica endlich ihre Flipflops in Ghana- und Liverpoolfarben und 3 Yard Stoff im richtigen Muster gefunden hat, können wir nach etwa 4 Stunden den Markt verlassen. Nach einem kurzen Stopp im Internetkaffee wird bei einem Imbiss (kollektiv fleischlos) zu Abend gegessen. Die Rückfahrt erweist sich als sehr anstrengend. Am Busbahnhof fahren die völlig überfüllten Trotros (Kleinbusse) anscheinend ohne Plan und Konzept in verschiedenen Richtungen aus der Stadt hinaus. Nach etwa 90 Minuten finden wir jedoch einen Platz und sitzen nun mit insgesamt 30 Menschen in einem ca. 10 Quadratmeter großen Fahrzeug. Während der Fahrt sammelt der Mate das Geld ein. Wer seine Ruhe will, sollte sich deswegen nicht zentral platzieren, ansonsten ist er durchgehend damit beschäftigt Geld (umgerechnet 15 Cent) von hinten nach vorne und Wechselgeld von vorne nach hinten zu reichen. Da die Sonne hier ganzjährig schon etwa um 6 untergeht und bedingt durch die Zeitverschiebung, meldet sich auch heute wieder recht früh die Müdigkeit und es wird sehr zeitig ins Bett gegangen. Am nächsten Tag fangen wir an uns ein wenig häuslich einzurichten. Zuhause ist mir Ordnung eigentlich vollkommen egal, hier allerdings überfällt mich plötzlich ein Ordnungsfimmel und ich miste mit Freude die Überbleibsel unserer Vorgänger aus. Es entsteht die Erkenntnis, dass unglaublich viel Zeug von mir umsonst mitgenommen wurde, denn eigentlich ist alles (abgesehen von Klamotten) da, was man braucht. Moskitonetz, Bettzeug, Werkzeug, Bücher, Medikamente etc.. Unsere Hausapotheke hat es in sich, hier sammelt sich die von Generationen dagelassenen Pillen, die besorgte Mütter ihren Schützlingen aufgezwungen und eher gelassene Praktikanten nicht gebraucht haben. Nachdem ich alles nach Wirkung geordnet habe, wird sichtbar, dass wir allein gegen Durchfall acht verschiedene Mittel haben. Mit diesen homöopathischen, natürlichen und chemischen Waffen im Hinterhalt mache ich mir nun weniger Gedanken über unsauberes Trinkwasser. Getrunken wird übrigens aus verschweisten Plastiktütchen, von denen man eine Ecke abbeißt und die es so gut wie überall zu kaufen gibt. Nachdem alles einigermaßen aufgeräumt ist, geh ich mit Dennis los um einen geeigneten Platz für seine Slackline zu finden. Schnell haben wir ein paar Kinder und Jungendliche, die interessiert zuschaun, was die „O bronis“ (Weiße) denn da für lustige Sachen machen. Ich fang jedoch an mich ein wenig unwohl zu fühlen, als zwei mit kleinen Macheten ausgerüstete, vll. 9-jährige Jungs vorbeikommen und mit einem Messerwerfspiel anfangen. Tja andere Länder andere Sitten. Die Kinder erweisen sich jedoch alle als voll liebenswürdig und nach dieser Begegnung freue ich mich nun schon fast darauf, am 19. September (Schulbeginn) das „unterrichten“ anzufangen. Nach unserer sportlichen Betätigung beschließen wir, heute mal selber zu kochen, denn wir haben im Schrank ein westafrikanisches Kochbuch gefunden. Da uns für Antilopengulasch und Eichhörncheneintopf [sic!] die Zutaten fehlen, entscheiden wir uns für Gemüseomeletts. Das Ergebnis ist wohl eher eine Art Aufstrich und weicht essentiell von der Vorgabe ab, aber wir sind zufrieden. Nachdem alles aufgegessen ist, fange ich nun an diesen Bericht zu schreiben. Unterbrochen werde ich von Jessica, die mit uns Marry, eine Verwandte von Albert (Wer das ist, hab ich schon mal erwähnt.), besuchen möchte, welche für die Praktikanten als weiterer Ansprechpartner dient. Um 10 Uhr Abends gehen wir los. Ghana bei Nacht ist noch einmal ein Erlebnis für sich. Obwohl es schon recht spät und dunkel ist, scheint noch alles aktiv zu sein. Vor jedem Haus sitzen noch Menschen, unterhalten sich, lachen oder verkaufen weiter ihre Waren. Da Marry nicht zuhause ist, wie uns ihre Kinder mitteilen, kehren wir wieder zurück und ich kann endlich meinen in diesem Moment absolut uptodaten, ersten Bericht beenden. Es ist der 30.08.2011 um 22:46 und es fällt mir merklich schwer mich weiter zu konzentrieren, Dennis schläft schon seit längerem. Wenn ich es schaffe, werde ich morgen den Bericht hochladen und ich hoffe, dass ihn einige lesen werden und ich mir die Arbeit nicht umsonst gemacht hab ;-). Also einen schönen Mittwoch noch und gute Nacht.

…ob das hier auch funktioniert.

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